200 Years, Anniversary Joseph Haydn (1732-1809)

haydnmania: the 2009 anniversary

Archive for England

an outstanding piece of J.H.-music, “jazzy”!

Famous international Jazz-musician Wynton Marsalis plays the Haydn Trumpet Concerto, with the English Chamber Orchestra conducted by Raymond Leppard.

who cares about the miserable image quality – when you’re able to listen to that?!!!

1st movement:

2nd movement:

3rd movement

CD Wynton Marsalis “Haydn: Three Favorite Concertos”
CD on Amazon
MP3 on iTunes

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HAYDN – DOCTOR OF MUSIC

dr_haydn

HAYDN – DOCTOR OF MUSIC was the title of a concert review in an english newspaper on  11 July 1791.
“Doctor of Musick” conferred upon Haydn at Oxford:

“… At the Theatre that night the audience were in excellent humour; and when Haydn appeared, and, grateful for the applause he received, seized hold of, and displayed, the gown he wore as a mark of the honour that had in the morning been conferred upon him, the silent emphasis with which he thus expressed his feelings, met with an unanimous and loud clapping”…… (13” Page 3 Col 1)

When he came to London Haydn wrote to a friend:
“Everyone wants to know me. I had to dine out six times up to now. I could have an invitation everyday…”

Haydn was the 1st musician who was honoured with the title “doctor” from the Oxford University during his lifetime.

the Haydn-podcast

Austria’s cultural Broadcasting Station “Ö1” offers a “Haydn-Podcast”: documenting Joseph Haydn’s stations in life.
You may follow Joseph Haydn’s journey through Europe in 44 parts during the anniversary-year 2009.
– here the iTunes-Podcast-link “Seeking Haydn”

Guardian’s author Stephen Moss on his “Haydn-Tripp”

An interesting story about his tripp to discover Haydn and “Haydn-Land” wrote Stephen Moss on january 1st 2009 for the “Guardian”.
An article about the “exclusivity” of Haydn – in comparison to Mozart and Beethoven.

– read the article here

– have a look on his pictures here

important events in the life of J.H.

 Haydn-patch", 2008, polimer colours on poliethylene master batch - by Andreas Roseneder

Haydn-patch", 2008, polimer colours on poliethylene master batch - © Andreas Roseneder

(more about the art of Andreas Roseneder on his website)

11 January 1763: Premiere of Acide, in Eisenstadt, Austria.

16 September 1770: Premiere of Le Pescatrici, in Eszterháza, Hungary.
28 August 1775: Premiere of L’Incontro Improvviso, in Eszterháza, Hungary.
11 March 1791: Premiere of Symphony in D major Hob. I:96 “The Miracle”, in London, England.
7 July 1791: Premiere of Symphony in G major Hob. I:92 “Oxford”, in Oxford, England.
9 March 1792: Premiere of Symphony in B flat major Hob. I:105 “Concertante”, in London, England.
23 March 1792: Premiere of Symphony in G major Hob. I:94 “Surprise”, in London, England, with Haydn conducting.
31 March 1794: Premiere of Symphony in G major Hob. I:100 “Military”, in London, England, with Haydn conducting.
2 February 1795: Premiere of Symphony in B flat major Hob. I:102, in London, with Haydn conducting.
2 March 1795: Premiere of Symphony in E flat major, Hob I:103 “Drum roll”, in London, England.
4 May 1795: Premiere of symphony in D major Hob. I:104, in London, England.
29 April 1798: Premiere of Die Schöpfung (The Creation), in Vienna, Austria.
24 April 1801: Premiere of Die Jahreszeiten (The Seasons), in Vienna, Austria.
2 November 1873:
Premiere of Brahms’ Haydn Variations op. 56a, in Vienna, Austria, with Brahms conducting

Die Schöpfung – the Creation

Von 1796 bis 1798 arbeitete Haydn an der “Schöpfung” und vollendete sie in seinem 66. Lebensjahr. Mit diesem Werk schuf der Komponist den bedeutendsten Beitrag zur Gattung des Oratoriums seit dem Tod Händels, der bereits 40 Jahre zurücklag. Gemäß der Genesis schildert Haydn den Schöpfungsakt und stellt das Lob Gottes in den Mittelpunkt.


Die Engländer traten in den Jahren 1794 und 1795 an Haydn heran, als er seine zweite Englandreise unternahm. Ob er sofort zusagte, ist fraglich, denn immerhin beherrschte er die englische Sprache kaum und darüber hinaus war ihm die Gattung des Oratoriums nicht sonderlich vertraut. Er kannte die großen Werke Händels, die ja in England in regelmäßigen Aufführungen gepflegt wurden, doch sein letztes eigenes Oratorium schuf Haydn als Jugendlicher. Es handelt sich dabei um Il ritorno di Tobia, ein recht unselbständiges Werk, das Haydn ganz nach italienischem Vorbild komponiert hatte.
Zwar hatte sich der Komponist immer wieder der Kirchenmusik zugewandt, doch das Oratorium spielte in seinem Schaffen bis 1796 keine Rolle. Dennoch nahm der Komponist den Text an und als er, gerade nach Wien zurückgekehrt, von seinem Freund und Gönner Gottfried van Swieten ebenfalls um ein Oratorium gebeten wurde, entschied sich Haydn für die Schöpfungsgeschichte. Van Swieten selbst übersetzte die englische Vorlage ins Deutsche und ergänzte dabei als Mitglied der Freimaurer-Loge entsprechendes Gedankengut.
Die Arbeit an der “Schöpfung” gestaltete sich für den Komponisten besonders mühsam. Von keinem seiner zahlreichen Werke gibt es mehr Skizzen und auch die Arbeitszeit von drei Jahren spricht für sich. Haydn war sich der Größe des Stoffes bewußt und hat sicherlich die Erwartungen, die man ihn stellte, geahnt. Aber es war nicht nur der religiöse Aspekt des Werkes, der ihn unter Druck setzte, sondern die “Schöpfung” sollte neben den großen Oratorien Händels bestehen können. Haydn arbeitete also mit äußerster Sorgfalt und Gottesfurcht. Später bekannte er einmal:

“Nie war ich so fromm als bei der Komposition der “Schöpfung”. Täglich fiel ich auf die Knie und bat Gott, daß er mich stärke für mein Werk.”

Am 6. April 1798 lies Haydn dem Fürsten Schwarzenberg mitteilen, daß er die Komposition vollendet habe. In seinem Palais plante man die Uraufführung, die noch im gleichen Monat (29. April) vor ausschließlich geladenen Gästen stattfand. Die erste öffentliche Aufführung lies fast ein Jahr auf sich warten, wurde im Wiener Hoftheater am 19. März 1799 gegeben und leitete den weltweiten Siegeszug des Werkes ein.